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Winter im Schnee
mit der ASBH des Landes Brandenburg

 

In den Winterferien fand unsere 1. Ferienfreizeit 2015 für geistig-, seelisch oder mehrfach behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. Sie führte, wie seit nunmehr vier Jahren regelmäßig, nach Gstadt am Chiemsee in Bayern.

Zu den Teilnehmern gehörte neben weiteren 15 Teilnehmern/innen unter-schiedlicher Behinderungen wieder unser Rolli Dennis, als inzwischen mit uns reiseerfahrener junger Mann.

Dennis war der einzige Rollstuhlfahrer und zeigte hohe Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein, auch wenn es darum ging, uns bei den Ausflügen zu unterstützen. Sein Rollstuhl erfreute sich dabei großer Beliebtheit und diente unter Aufsicht des „Inhabers“ als verlässlicher Ort für die große Tasche mit den Ausweisen, Medikamenten sowie Hilfsmitteln und erleichterte uns gleichzeitig deren Transport.
Obendrein war Dennis unser „DJ vom Dienst“, der immer für die richtige Musik sorgte und seine CD`s schon vorab dafür zu Hause vorbereitet hatte. Gern nahm er dabei auch die Musikwünsche der anderen Teilnehmer entgegen und legte diese auf.

Begleitet wurden die Freizeit von sieben Betreuern, die sich im Lauf der Woche Einiges einfallen ließen, um sie für die Teilnehmer/innen zu einer wieder Einmaligen zu machen.

Viele von ihnen kennen sich inzwischen, freuen sich auf einander und auf das ihnen bekannte Betreuerteam. Sie wissen, es wird wieder eine ganz besondere Ferienwoche, wo auch ihre kleinen und manchmal größeren Wünsche wahr werden können. Mit großem Eifer sind deshalb auch nach der recht langen Anreise alle dabei, mit anzupacken beim Auspacken der Autos und dem großen Transitbus. Beim Einziehen in die Ferien-wohnungen werden neue Teilnehmer von den schon erfahrenen „Hasen“ begleitet.

Es ist für die Betreuer eine immer wieder schöne Erfahrung, dass hier die „Problem-Kinder“ soziale Kompetenz zeigen, die ihnen oftmals vorher nicht zugesprochen wird. Zur Belohnung geht es dann vorm Abendbuffet in die große Halle zum Austoben bei Fußball, Tischtennis und anderen ersehnten Geräten und Spielzeugen. Monika und Jochen, die neuen Hauseltern, begrüßen dabei dann unsere Gruppe offiziell und geben einige wichtige Informationen und auch Regeln zum Verhalten mit auf den Weg.

Der Chiemsee besticht als Winterfreizeitziel für unsere Gruppe insbesondere durch zwei herausragende Eventmöglichkeiten: einen Skikurs für jene, die können und wollen - sowie für alle anderen, als nicht minder spaßige Alter-native: Snowtubing - Rodeln in großen Reifen. Beide Events finden parallel, auf verschiedenen Strecken am selben Berg statt.
Der Clou dabei ist, dass man die Reifen nach dem Rodeln nicht eigenhändig wieder hinauf befördern muss. Sie werden, ähnlich dem Skiliftsystem, immer wieder mit dem Rodler hinauf auf den Gipfel gezogen. Für Dennis, unseren Rolli ein Highlight „mitten im Dazwischen“.

Großer Beliebtheit erfreuten sich diesmal dabei die von einer älteren Dame zum erfüllten Zeitvertreib in Handarbeit und trendigem Stil gehäkelten und gestrickten Mützen. Sie kam persönlich vorbei, um sie zu spenden. Leider waren wir ausgeflogen, haben ihr aber ein Mützenfoto als Dankeschön über die Hauseltern zukommen lassen.

Die Unterkunft selbst, die in diesem Jahr im September offiziell nach längerer Bauphase Einweihung feiert, bietet inzwischen zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten, die in den letzten 4 Jahren mit Hilfe von vielen Sponsoren geschaffen wurden. Schirmherrin Karin Seehofer sorgt dabei für Kontakte zu Politik und Wirtschaft. Im Dezember zum Weih-nachtsmarkt war Magdalena Neuner als Sponsor vor Ort.
Ein Haus der Erholung für Kinder mit Leukämie in den unterschiedlichsten Stadien und ihre Eltern und Geschwister sowie Bezugspersonen hat sich weiter geöffnet, so dass auch wir in einem so wundervollen Ambiente unsere Angebote durchführen können.
Als Selbstversorger steht uns hier eine große und phantastisch ausgestattete Küche im Gewölberaum zur Verfügung, wo wir gemeinsam kochen, backen und Buffets zu verschiedenen Anlässen oder Themen gestalten können.
Hier feierten wir ausgiebig unser Faschingsfest.
Es wurden Kuchen und Muffins selbst gebacken, die verschiedensten Wunschspiele gespielt oder Wunsch- DVD´s in mehreren Räumen, wie sonst nur im Kino möglich, geschaut.

Den Kuchen hatte Dennis der Seeräuber zusammen mit Anna, einer der Betreuerinnen gebacken. Stolz eröffnete er das Kuchenbuffet und berichtete mit leuchtenden Augen, wie der Kuchen einer wurde.

Am 5. Februar hatte die Gruppe noch etwas Außergewöhnliches vor. Sie machte sich auf den Weg nach München. Nach einem Bummel durch die Stadt und einer Kaffeepause, die diesmal mit selbst gebackenen Muffins von Anthea mit ihrer Betreuerin Ann versüßt wurde, besuchten wir den Münchener Olympiapark. Es ging zur dortigen Aussichtsplattform mit inte-grierten Rockmuseum. Der Ausblick auf das abendliche beleuchtete München mit der abwechselnd in Weiß/ Rot/ Blau erstrahlenden Allianzarena stimmte uns ein auf die dann folgende Premiere des Musicals „Shrek“.
Ein wundervoller Tag, festgehalten in vielen Fotos der Teilnehmer, welche teilweise gleich nach Hause gesendet wurden. Auch am letzten Abend im neuen Kinosaal des Hauses fanden sie sich wieder neben den anderen geballten Reiseeindrücken. In Bild- und Film-aufnahmen ließen wir die Fahrt Revue passieren, begleitet von amüsierten, begeisterten und staunenden Geräuschen.  

Der nächste Morgen stand im Zeichen der Abreise. Gut gelaunt bestiegen die Teilnehmer/innen mit ihren Betreuern die Autos, die Vorfreude auf zu Hause und/ oder die bald folgende Osterreise im Gepäck.

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